ÿþ<HTML> <HEAD> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=unicode"> <meta http-equiv="Content-Language" content="de"> <link rel="stylesheet" type="text/css" href="../../css/table.css"> <META name="GENERATOR" content="Microsoft FrontPage 6.0"> <META name="ProgId" content="FrontPage.Editor.Document"> <META NAME="description" CONTENT="Offizielle Webseite vom Sheikh Ahmad Kuftaro"> <META NAME="keywords" CONTENT="Gott, Allah, Mohammad, Mohamed, Islam, Frieden, Menschenrechte, Propheten, Umwelt, Religiöse Toleranz, Jihad, heiliger Krieg, Terrorismus, Geistlichkeit, Christmus, Sophismus, zdikr, quran, qur'an, koran, muslim, moslem, jesu, Wahrheit, Dialog, Groß Mufti vom Syrien, Syrien, Chrisit, Sheikh kuftaro, kaftaro, keftaro, kiftaro, Gewalt, Abraham, messiah, Religiöse Extremismus, Islamisches Zentrum, Sunnah, Religion, abunour, aboulnoor, abo noor, abonoor,Christenheit, Frieden, Menschenrechte, Brüder, Wahrheit, Prophet, Frauenrechte, Umwelt, Religiöse Toleranz, Gewalt, Frieden, Terrorismus, Gedankenfreiheit, Propheten Brüderlichkeit, Wissen, Tierenrechte, Geistlichkeit"> <TITLE>Die ewigen Werte</TITLE> <SCRIPT language="JavaScript1.2" src="../left_menu.js"></SCRIPT></head> <body topmargin="0" leftmargin="5" rightmargin="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%" id="AutoNumber2"> <tr> <td width="100%" id="HeaderTable"> <span lang="de">Die ewigen Werte</span></td> </tr> <tr> <td width="100%" id="blue"> Kyoto, Japan<br> April 1993 </td> </tr> </table> <p dir="LTR" style="line-height: 150%"><font size="2">Im Namen Allahs, des Allergnädigsten, des Allerbarmers, des Herrn aller Schöpfung!<br> <br> Präsidenten, Eminenzen, Gelehrte, meine Damen und Herren, ich grüße Sie mit dem Gruß des Islam  Friede sei mit euch allen . Als geistlicher Mitvorsitzender des Global Forum möchte ich meine Freude und meinen Optimismus darüber zum Ausdruck bringen, dass ich Sie in dieser schönen Stadt Kyoto, dem spirituellen, kulturellen und historischen Zentrum Japans, treffen darf.<br> <br> Trotz der überwältigenden Fortschritte der menschlichen Gesellschaft auf den Gebieten der <br> Wissenschaft, Technik, Kultur und Kunst ist der Mensch immer noch überall auf der Welt dem Elend und dem Leiden ausgeliefert. Wir finden selbst in den fortschrittlichsten Nationen Beispiele von Hunger und Obdachlosigkeit. Auch dort leben viele Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Wir finden Beispiele dafür überall auf der Welt, in jedem Land einschließlich der Industrienationen von Europa, Asien, Nord- und Südamerika. <br> <br> Wir finden Unterdrückung und Verfolgung in der Form regionaler Kriege, ausgelöst durch überholte Normen des Fanatismus, an welchem die wahrhaftige heilige Religion absolut keine Schuld hat. Die Vereinten Nationen, der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und die Europäische Gemeinschaft, die als bedeutende Weltorganisationen gegründet wurden, um den Frieden zu fördern und die Weltgemeinschaft zu schützen, sind machtlos. Das wirft die Frage nach der wirklichen Bedeutung dieser Organisationen auf und besonders danach, ob sie wirklich für den Weltfrieden oder nur für die Interessen der Mächtigen arbeiten.<br> <br> Wir sehen die Leichtigkeit und die Geschwindigkeit, mit der diese Organisationen einige Resolutionen umsetzen, während wir auf der anderen Seite ihr Zögern bei der Ausführung anderer Resolutionen bemerken, die nur auf dem Papier bleiben, - ganz so, als gäbe es zwei Sätze von Werten. Gelegentlich greifen die Großmächte bei wichtigen Verfügungen im Sicherheitsrat auf das Veto zurück, was uns wirklich fragen lässt, ob dies im Sinne des internationalen Friedens ist.<br> <br> Meine lieben Zuhörer, der Mensch des 20. Jahrhunderts ist mit ernsten Gefahren konfrontiert, mit Epidemien wie AIDS, auf sexuellem Wege übertragenen Krankheiten, ethnischen Unruhen und dem Missbrauch der Umwelt. Was das Letztere betrifft, so sind die Erdatmosphäre, das Wasser und der Boden so verschmutzt, dass der Mensch mit den sehr realen Bedrohungen durch die Wüstenbildung und durch die globale Erwärmung konfrontiert ist, welche ein Ergebnis der Emission der Treibhausgase und des Abbaus der Ozonschicht sind.<br> <br> Allerdings gibt es noch eine größere Gefahr, mit der der Mensch konfrontiert ist, und das ist der Verlust an Liebe und Mitgefühl in den Herzen der meisten Menschen. Die  Entkernung der Familienstruktur, der wesentlichen Einheit jeder Gesellschaft, ist zurückzuführen auf den Mangel an dem Empfinden, welches das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen gegenüber seiner Familie hervorruft. Als Ergebnis finden wir gegenwärtig ein Ansteigen der Scheidungsrate, Kinder, die von zu Hause weglaufen, Brüder, die gegeneinander kämpfen, und Missbrauch von Rauschmitteln und die Drogenabhängigkeit. Dieser Zerfall ist nicht nur auf die Familie beschränkt, sondern tritt auch in der allgemeinen Distanz des Menschen zu seinem Mitmenschen zutage.<br> <br> Wenn wir nach den Ursachen dieser Verschlechterung fragen, die dem modernen Menschen widerfährt und ihn in seiner eigentlichen Existenz bedroht, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass ihre Ursprünge in individuellem, nationalem oder religiösem Egoismus liegen, der den Bezug der Menschheit zu den himmlischen Gesetzen geschwächt hat. Diese Situation erlaubte es dem geringeren Selbst des Menschen, dessen Vernunft zu beherrschen und dessen wirkliche Menschlichkeit zu zerstören. Wir sehen, dass der Mensch die Weisheit der Propheten und der Weisen ausspricht, ohne sie in die Tat umzusetzen.<br> <br> Es gibt heute in der Welt eine Gruppe von Menschen, die sich für besser als den Rest der Menschheit halten. Sie glauben, dass ihnen dies das Recht gibt, Gräueltaten wie Raub (Vergewaltigung),Vertreibung von Völkern aus deren Heimatland und Verfolgung bis hin zum Genozid im Namen der ethnischen Säuberung zu begehen. So hat der Mensch im Kampf um die materielle Dominanz eine neue Werteskala für sich angenommen, die sich verbreitet hat in der Form von Aggression, Terrorismus und organisiertem Verbrechen, welches Waffen, Sex und Drogen kontrolliert. Ist das die neue Weltordnung mit ihrer globalen Gerechtigkeit, auf die die Menschheit hofft?<br> <br> Um das Schiff der Menschheit vor dem Sinken zu retten und dadurch die Menschheit zu retten, ist es notwendig, auf die himmlischen Gesetze zurückzugreifen, die keinerlei Vorliebe für irgendjemanden haben, sei es ein Prophet oder ein mächtiger Mann, sondern ausschließlich für die Wahrheit. Weiterhin ist es nötig, den Menschen von Ignoranz und Unmoral zu befreien. Solche edlen Werte verlangen allerdings von uns ein vollständiges Engagement, Opferbereitschaft und koordinierte, willige Bemühungen zum Besten der ganzen Menschheit.<br> <br> Es wird keinen Frieden geben, solange es den Unterdrücker und die Unterdrückten gibt, die Satten und die Hungrigen. Wir müssen zurückkehren zum Wesentlichen der religiösen Werte, die durch die Lehren Muhammads, des Gesandten des Islam, vervollständigt wurden, und der sich selbst mit folgenden Worten beschrieb:  Die Propheten vor mir und ich, wir ähneln einem Gebäude, das diese fertiggestellt haben bis auf einen letzten Stein, und dieser letzte Stein bin ich. <br> <br> Diese Werte, die ein Mann von Verstand, Wissen und Weisheit angenommen hat, und die Läuterung der Seele, - das alles gibt ihm Liebe für seine Mitmenschen, eine Liebe, die so umfassend und aufrichtig ist, dass er seine Mitmenschen über sich selbst stellt. So sagt Muhammad, gemeinsam mit allen Propheten: <br>  Keiner von euch ist ein Gläubiger, bis er nicht für seinen Bruder das Gleiche wünscht wie für sich selbst. <br> <br> Diese Werte befreien den Menschen von der übermäßigen Verehrung seines Mitmenschen, von Ignoranz, Aberglauben, Sektierertum und religiösem Fanatismus. Sie befreien ihn von der Verehrung seines niederen Selbst hin zur Verehrung Gottes, des Schöpfers, Dessen Gerechtigkeit nicht unterscheidet zwischen Schwarz und Weiß, Schwach und Stark, Arm und Reich.<br> <br> Muhammad, der Gesandte des Islam, beschreibt die Gerechtigkeit des Schöpfers folgendermaßen: <br>  Solltet ihr nicht zu denen halten, die Recht haben? Sie haben wirklich das Recht, sich auszudrücken. <br> <br> Der Koran (des Islam) sagt:<br> <br>  Tretet für die Gerechtigkeit ein, wenn ihr vor Gott Zeugnis ablegt, und sei es gegen euch selber oder <br> gegen eure Eltern oder Verwandten. <br> Sure 4, Die Frauen, Vers 135<br> <br> Er sagt auch:<br> <br>  Siehe, Allah gebietet, Gerechtigkeit zu üben, Gutes zu tun und die Nahestehenden zu beschenken. Und Er verbietet das Schändliche und Unrechte und Gewalttätige. <br> Sure 16, Die Biene, Vers 90<br> <br> Muhammad betont dies weiterhin, indem er sagt:  Gott schätzt diejenigen nicht, die keine Gerechtigkeit üben und nicht den Schwachen Recht verschaffen auf Kosten der Mächtigen. <br> <br> Wir sehen, dass Muhammad diesbezüglich hohe moralische Werte und Maßstäbe fordert, die er zuallererst für sich selber anwendet und auf den Punkt bringt, indem er, wenn er jemandem Unrecht getan hat, sich beeilt, es wieder gut zu machen, und wenn er Barmherzigkeit ausübt, dann ohne Voreingenommenheit.<br> <br> Er verurteilte die Misshandlung eines jeglichen Menschen auf Grund von Hautfarbe, Rasse oder Religion. Er rief die Leute dazu auf, die offenbarten Religionen mit Respekt zu betrachten und befahl ihren jeweiligen Anhängern das Festhalten an der Religion. All dies wurde getan, um eine produktive menschliche Gesellschaft zu schaffen, in der der Einzelne bewertet wurde auf der Basis seiner Frömmigkeit, seines Diensteifers und seines Schutzes der Rechte und seines Meidens des Bösen.<br> <br> Sollten die internationalen Organisationen nicht diese Rechte und Werte gewissenhaft schützen, sollten sie nicht dem Beispiel des legendären Richters folgen? Dieser Richter wurde berühmt, als seine Nachbarn ihn besuchten und sich beklagten, dass ihr Ochse auf sein Feld gerannt war und sein Gemüse und seine Blumen zertrampelt und seine Hühner getötet hatte. Als er das hörte, wurde der Richter wütend und begann seine Besucher zu beschimpfen und verlangte Entschädigung und das Schlachten des randalierenden Ochsen. Darauf antworteten seine Gäste:  Euer Ehren! Es tut uns leid, es scheint, wir haben einen Fehler gemacht - es ist nicht unser Ochse, der dein Feld zerstört hat, - es ist vielmehr dein <br> Ochse, der unser Feld betreten und den Schaden angerichtet hat. Der Richter hielt eine Weile inne, hustete verlegen und brüllte dann nach den Gesetzbüchern und der Neuen Weltordnung. Darauf wandte er sich seinen Besuchern zu und sagte:  Wir müssen den Fall genauer studieren und in solchen Angelegenheiten das Gesetz und die Spezialisten zu Rate ziehen. Vielleicht, stotterte er,  können wir eine Erklärung finden für das, was unser Ochse getan hat. <br> <br> Ich wundere mich über die Weisheit der Mächtigen in den Weltorganisationen, warum sie handeln wie dieser Richter, der mit zweierlei Maß der Gerechtigkeit misst. Kann dies den Frieden voranbringen?<br> <br> Der Mensch fürchtet seinen Mitmenschen und ist vertrauter mit dem Raubtier des Dschungels, das seine Beute nur angreift, wenn es hungrig ist. Denn der heutige Mensch verschlingt seine Beute trotz seiner Sättigung. Er hat sich selbst infiziert mit den Viren von Sinneslust und Gier. Aus der Bitterkeit seiner Not heraus verbreitet er seine Krankheit, indem er durch den Gebrauch von Satelliten Promiskuität und Pornographie rund um die Welt sendet, so als wollte er alle Reste von Reinheit und Tugend, die der Menschheit geblieben sind, ausrotten.<br> <br> Der arabische Dichter sagt: <br>  Der Wolf heulte, und ich fand Gesellschaft.<br> Ein Mensch sprach, und meine Angst vor ihm verengte die Welt. <br> <br> Wir alle wissen, dass unsere Welt jetzt nichts weiter als ein globales Dorf ist, oder ein Schiff, das sich durch die Meere des Universums kämpft. Um ein Auflaufen dieses Schiffes auf den Felsen von Egoismus, Korruption und Unterdrückung zu vermeiden, ist es notwendig für die Männer der Weisheit, für die Boten der Gerechtigkeit und für diejenigen, die sich für hohe Werte und Ideale engagiert haben, dass sie zusammenhalten mit den Männern der Religion und einen Entwurf vorlegen für ein Gebäude, das mit den besten Werten aller offenbarten Religionen ausgestattet ist. So werden sie ein Gebäude schaffen, das die Menschen aller Nationen einlädt, einzutreten, in seiner Sicherheit zu leben und sich frei durch seine Räume zu bewegen.<br> <br> Daher rufe ich auf zum Gebrauch eines Buches, in dem sich jedes Kapitel mit einer anderen Religion befasst und das durch qualifizierte und aufrichtige Lehrer in den Schulen rund um die Welt gelehrt wird. Es sollte die Brüderlichkeit der Menschheit zum Ausdruck bringen und die Bedeutung von Wissen, Weisheit und Selbst-Läuterung. Es muss Gerechtigkeit und Gleichheit befürworten und dem Leser Mitgefühl für Gottes Schöpfung beibringen. Muhammad sagt:  Alle Geschöpfe sind von Gott abhängig, und Gott liebt diejenigen am meisten, die ihnen am meisten nützen. Kurz gesagt muss dieses Buch den Auftrag der Propheten aller offenbarten Religionen repräsentieren. Gott legt diesen Auftrag fest, indem <br> Er Muhammad im Koran anspricht:<br> <br>  Und Wir entsandten dich fürwahr als eine Barmherzigkeit für alle Welt. <br> Sure 21, Die Propheten, Vers 107<br> <br> Friede sei mit euch allen!</font></p> </BODY> </HTML>