ÿþ<HTML> <HEAD> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=unicode"> <meta http-equiv="Content-Language" content="de"> <link rel="stylesheet" type="text/css" href="../../css/table.css"> <META name="GENERATOR" content="Microsoft FrontPage 6.0"> <META name="ProgId" content="FrontPage.Editor.Document"> <META NAME="description" CONTENT="Offizielle Webseite vom Sheikh Ahmad Kuftaro"> <META NAME="keywords" CONTENT="Gott, Allah, Mohammad, Mohamed, Islam, Frieden, Menschenrechte, Propheten, Umwelt, Religiöse Toleranz, Jihad, heiliger Krieg, Terrorismus, Geistlichkeit, Christmus, Sophismus, zdikr, quran, qur'an, koran, muslim, moslem, jesu, Wahrheit, Dialog, Groß Mufti vom Syrien, Syrien, Chrisit, Sheikh kuftaro, kaftaro, keftaro, kiftaro, Gewalt, Abraham, messiah, Religiöse Extremismus, Islamisches Zentrum, Sunnah, Religion, abunour, aboulnoor, abo noor, abonoor,Christenheit, Frieden, Menschenrechte, Brüder, Wahrheit, Prophet, Frauenrechte, Umwelt, Religiöse Toleranz, Gewalt, Frieden, Terrorismus, Gedankenfreiheit, Propheten Brüderlichkeit, Wissen, Tierenrechte, Geistlichkeit"> <TITLE>Die Rolle der Familie in der muslimischen Gesellschaft</TITLE> <SCRIPT language="JavaScript1.2" src="../left_menu.js"></SCRIPT></head> <body topmargin="0" leftmargin="5" rightmargin="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%" id="AutoNumber2"> <tr> <td width="100%" id="HeaderTable"> <span lang="de">Die Rolle der Familie in der muslimischen Gesellschaft</span></td> </tr> <tr> <td width="100%" id="blue"> Istanbul, Türkei<br> Juni 1991 </td> </tr> </table> <p dir="LTR" style="line-height: 150%"><font size="2">Einführung: Die Familie ist die Primäreinheit der Gemeinschaft, die erste Zelle auf institutionaler Ebene&nbsp; und die lebensnotwendige Brücke, über die die früheren Generationen des Heimatlandes gehen, um die künftigen Generationen hervorzubringen. In Wahrheit ist die Familie die grundlegende soziale Einheit, <br> durch die das neugeborene Kind zuerst in die Welt außerhalb des Mutterleibes eingeführt wird. Das <br> Kind erhält in dieser geschützten Umgebung, in einer Atmosphäre der psychologischen und sozialen Nachsicht, die Grundlagen seiner Sprache, seiner Werte, seiner Verhaltensnormen, seiner Gewohnheiten und vieles, was zu seiner Charakterbildung beiträgt.<br> <br> Kurz gesagt, ist die Basiseinheit Familie ein Feld der Zusammenarbeit zwischen einem Mann und einer Frau und ist auch der Bereich der frühesten Erziehung des Kindes.<br> <br> Gemäß dem islamischen Konzept ist die Familie weder eine Möglichkeit zur Befriedigung animalischer <br> Instinkte noch ist das Heim der Familie einfach nur eine Unterkunft zum Schlafen. In der Tat stellt die Familie ein erzieherisches Umfeld für das spirituelle Reifen und für die intellektuelle Entwicklung gleichermaßen dar. Es ist ein Ort, an dem es gegenseitige Zuneigungsbekundungen, insbesondere zwischen Ehemann und Ehefrau, aber auch zwischen den anderen Familienmitgliedern gibt.<br> <br> Die Familie im Islam ist auf einer heiligen Verbindung und einem gegenseitigen Übereinkommen über Ruhe und Gelassenheit, Liebe und Freundlichkeit zwischen zwei Herzen gebaut. Der Koran sagt:<br> <br>  Zu Seinen Zeichen gehört auch, dass Er euch Gattinnen aus euch selbst (euresgleichen) schuf, damit ihr bei ihnen ruht. Und Er hat zwischen euch Liebe und Barmherzigkeit gesetzt. Darin sind fürwahr Zeichen für nachdenkliche Leute. <br> Sure 30, Die Byzantiner, Vers 21<br> <br> Muhammad sagte:  Wer heiratet, deckt eine Hälfte seiner religiösen Pflichten ab, und er muss fürchten, <br> dass Allah die andere Hälfte ansieht. So bedeutet  wer heiratet : Wer eine Familie gründet und sich in angemessener Weise um deren Angelegenheiten kümmert, erfüllt die Hälfte der islamischen Gebote, denn er trägt die Verantwortung für eine Institution, die der Eckstein einer segensreichen sozialen Struktur ist. <br> <br> Die sprachwissenschaftliche Bedeutung des Wortes  Familie :<br> Wenn wir das Wort  Familie in verschiedenen Lexika nachschlagen, finden wir es definiert als  der unverletzliche Schutzpanzer oder  Schutzschild . Es bedeutet auch  Klan ,  Sippe und die allernächsten <br> Verwandten, weil man Schutz und Stärkung durch sie erfahren kann. Im herkömmlichen Sinne ist eine <br> Familie ein Miteinander von Leuten, die durch Blutsverwandtschaft oder andere enge familiäre <br> Beziehungen miteinander verbunden sind - so wie Vater, Mutter und Kind.<br> <br> Um die Diskussion der Rolle der Familie im Islam zu vereinfachen, können wir sie in drei Abschnitte gliedern:<br> 1. Die Primär- oder Erstfamilie. Sie ist die Basiseinheit und besteht aus Ehemann, Ehefrau, Kindern und <br> den Verwandten eines oder beider Ehepartner.<br> 2. Die erweiterte Familie. Sie ist umfassender als die erste, denn sie umfasst das gesamte Gebiet des <br> Heimatlandes. Sie kann die nationale Familie genannt werden.<br> 3. Die Menschenfamilie. Das ist die mit Abstand ausgedehnteste Familie, und sie schließt die ganze <br> Menschheit ein.<br> <br> So ist dank dieser Definitionen zu sehen, dass die Rolle der Familie im Islam eine wichtige Verbindung zu allen oben erwähnten Bereichen darstellt.<br> <br> Die Primärfamilie:<br> Ihre Entwicklung und die Aufgaben und Beziehungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern und <br> deren Rechte und Pflichten sind entscheidend für den Aufbau einer stabilen Gesellschaft.<br> <br> Die Familie kommt durch eine legale Heirat zustande, welche eine von Gottes in Gründung und Bildung <br> gut geheißenen Traditionen ist. Es ist eine übliche und allen menschlichen Wesen gemeinsame Praxis. <br> Allah sagt:<br> <br>  O ihr Menschen! Fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem (einzigen) Wesen erschuf und aus ihm <br> seine Gattin und aus ihnen viele Männer und Frauen entstehen ließ. <br> Sure 4, Die Frauen, Vers 1<br> <br> Es ist Allahs Wille und Verfügung, dass die Familie gegründet wird auf der Beziehung zwischen einem <br> Mann und einer Frau. Sie ist auf deren gegenseitigem Einverständnis (dieses Einverständnis bedeutet <br> Geben und Nehmen) gegründet, zueinander zu gehören und dabei das Bedürfnis nach unsoliden und <br> verbotenen Beziehungen zurückzunehmen, - so dass die Nachkommenschaft geschützt ist und die Frauen davor sicher sein können, als öffentliches Eigentum oder als eine Last für die Gesellschaft angesehen zu werden.<br> <br> Rolle und Funktionen:<br> 1. Schutz und Erhalt der menschlichen Rasse: durch das Familienleben wird der Fortbestand der menschlichen Rasse bis zum Ende dieses irdischen Lebens gesichert. Der Koran sagt:<br> <br>  Und Allah gab euch Ehepartner aus euch selbst und gab euch durch eure (Ehe-)Partner Söhne und Enkel. <br> Sure 16, Die Biene, Vers 72<br> <br> 2. Die Sicherung von Abstammung und Herkunft: Eine gut gegründete Familie besteht aus Mitgliedern, <br> die stolz sind auf die Abstammung von ihren Vorvätern. Die psychologische und persönliche Bedeutung, die diese Art von Familienverbindung beinhaltet, ist nicht von der Hand zu weisen; sie versieht die Menschen mit Würde und Stolz.<br> <br> 3. Freiheit und Unversehrtheit der Gesellschaft von Unmoral: Die soziale Struktur ist nur dann intakt, <br> wenn die richtige Art und Weise zur Gründung einer Familie befolgt wird; andernfalls sind die Nationen <br> von sozialem Verfall und moralischer Degeneration bedroht. Deshalb hat der Islam als Vorsichtsmaßnahme festgelegt, dass Familien das Ergebnis einer legalen Heirat sein müssen, um die <br> Leute abzusichern und eine gute Moral und ein tugendhaftes Verhalten zu gewährleisten. Muhammad <br> sagt:  Ihr jungen Leute, - diejenigen von euch, die heiraten können, sollen es tun, denn dies fördert Verzicht und Selbstbeherrschung, und diejenigen von euch, die es nicht können, sollten weiterhin  fasten , d.h. enthaltsam leben, was euch zur Zurückhaltung veranlasst und euch schützt. <br> <br> 4. Bewahrung der Gemeinschaft vor Krankheit: eine muslimische Familie ist eine Quelle der <br> Großzügigkeit, der Keuschheit und der Sauberkeit. Deshalb ist die Prozentzahl der Sexual-Infektionen <br> in muslimischen Gesellschaften gering im Vergleich zu anderen Gesellschaften, in denen das Familienleben wegen wahlloser und verbotener Kontakte zwischen Männern und Frauen instabil ist. Die Krankheit AIDS hebt die Wichtigkeit der Familie hervor, die auf moralischem Anstand und einer <br> monogamen Beziehung gegründet ist, mit eingeschränktem Verkehr und wenig Mischung zwischen den <br> zwei Geschlechtern.<br> <br> 5. Spirituelle und psychologische Entspannung und Gelassenheit: Die Familie ist der Ursprung aller <br> Liebe, Freundlichkeit und enger Vertrautheit zwischen den Ehegatten und deren Kindern und den <br> anderen Familienmitgliedern. Wenn eine Kultur überleben will, muss sie auf Liebe, Ausgeglichenheit <br> und Großzügigkeit gebaut sein. Überdies nötigen psychologische und spirituelle Ausgeglichenheit und <br> Ruhe die Eltern dazu, ihr Bestes beim Aufziehen ihrer Kinder zu geben.<br> <br> 6. Die Familie ist eine kooperative Einrichtung: Die beiden Ehegatten arbeiten zusammen und teilen die <br> Verantwortung miteinander, jeder von ihnen nach seinem oder ihrem eigenen Vermögen und Bereich. So erfahren auch die Kinder kooperative Tendenzen und uneigennützige Bestrebungen.<br> <br> Der Islam ermahnt in hervorragender Art und Weise zur Gründung von Familien und zum Heiraten. <br> Muhammad sagt:  Heiratet und nehmt Frauen, denn das hebt euren Lebensstandard an. (Al-Tussi)<br> <br> Die Beziehungen der Familienmitglieder untereinander sind bestimmt durch:<br> 1. die Rechte des Ehemannes seiner Ehefrau gegenüber;<br> 2. die Rechte der Ehefrau ihrem Ehemann gegenüber;<br> 3. die Rechte der Kinder gegenüber ihren Eltern;<br> 4. die Rechte der Eltern gegenüber ihren Kindern; <br> 5. die Rechte der Verwandtschaft<br> <br> Erstens: Die Rechte des Ehemannes:<br> Allah sagt:<br> <br>  Die Männer stehen für die Frauen in Verantwortung ein, mit Rücksicht darauf, wie Allah den einen von ihnen mit mehr Vorzügen als den anderen ausgestattet hat, und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frauen) ausgeben. Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben und sorgsam in der von Allah gebotenen Wahrung ihrer Intimsphäre. <br> Sure 4, Die Frauen, Vers 34<br> <br> Aus der prophetischen Überlieferung zitieren wir Folgendes:<br> a.) Ummu-Salamah (Gott segne sie) berichtet, dass Muhammad gesagt hat:  Jede Frau, mit der ihr <br> Ehemann zufrieden ist, wird nach dem Tod ins Paradies eingehen. <br> b.) Al-Tabarani erzählt, dass der Prophet gesagt hat:  Die Pflichten, die eine Ehefrau um ihres Ehemannes willen erfüllen muss, sind: sein Bett nicht zu verlassen; ihm zu helfen, seine Eide zu halten; seinen Wünschen zu gehorchen; nicht auszugehen außer mit seiner Erlaubnis; niemanden ins Haus zu lassen, den er nicht darin haben will. <br> c.) Er sagt auch:  Die Engel werden die Frau, die ihres Mannes Bett verlässt, die ganze Nacht hindurch <br> verachten, bis sie wieder aufwacht. <br> <br> Zweitens: Die Rechte der Ehefrau:<br> Allah sagt:<br> <br>  Und den Frauen stehen in angemessener Weise die gleichen Rechte (wie den Männern) zu. <br> Sure 2, Die Kuh, Vers 228<br> <br> a.) Muhammad sagt:  Die Frauen sind die Schwestern der Männer (d.h. ihnen gleich). <br> b.) Er sagt auch:  Liebenswürdige Leute behandeln Frauen respektvoll, aber die Niederträchtigen <br> demütigen sie. <br> c.) Als Muawiyah Ibn Siyadah Muhammad fragte, welche Rechte jemandes Frau genieße, antwortete <br> dieser:  Dass sie Essen bekommt, wenn du isst; dass sie neue Kleidung bekommt, wenn du dir neue <br> Kleidung kaufst; dass sie nicht ins Gesicht geschlagen wird und nicht beschimpft wird, und dass sie <br> nicht verlassen wird, außer wenn sie zu Hause ist. <br> <br> Drittens: Die Rechte der Kinder:<br> Allah sagt:<br> <br>  Und tötet eure Kinder nicht aus Furcht vor Verarmung. Wir werden sowohl sie wie euch versorgen. Sie <br> zu töten ist wahrlich eine große Sünde. <br> Sure 17, Die Nachtreise, Vers 31<br> <br> Unser Prophet sagt:<br> 1.  Seid liebevoll zu euren Kindern und habt Mitleid mit ihnen. Erfüllt eure Versprechen ihnen <br> gegenüber, denn sie wissen, dass nur ihr für ihren Lebensunterhalt sorgt. <br> 2.  Wer einen Jungen hat, sollte sich wie ein Kind benehmen, wenn er mit ihm zu tun hat. <br> 3.  Kümmert euch um eure Kinder und achtet auf ihr gutes Benehmen. <br> 4.  Fürchtet Gott und behandelt eure Kinder mit Gerechtigkeit. <br> 5.  Gebt den Kindern gleich viel; wenn ich eines von ihnen bevorzugen würde, dann am ehesten ein <br> Mädchen. <br> 6.  Wer auch immer nicht freundlich zu unseren Kindern ist und unsere Alten nicht ehrt, gehört nicht <br> zur Gemeinschaft. <br> 7.  Wer drei Mädchen (Töchter) oder drei Schwestern großzieht, den ist Allah verpflichtet, in das <br> Paradies aufzunehmen. <br> 8. Ein Mann fragte Muhammad:  Welche Rechte hat mein Sohn? Er antwortete:  Wähle einen guten <br> Namen für ihn, bringe ihm gute Manieren bei und sichere ihm einen guten Platz im Leben. <br> <br> <br> Viertens: Die Rechte der Eltern:<br> Allah sagt:<br> <br>  Dein Herr hat bestimmt, dass ihr Ihn alleine anbeten sollt und dass ihr gegen eure Eltern gütig seid, <br> auch wenn der eine von ihnen oder beide bei dir ins hohe Alter kommen. Sage daher nicht  Pfui! zu <br> ihnen und schelte sie nicht, sondern rede mit ihnen auf ehrerbietige Weise ... und bitte:  O mein Herr! <br> Erbarme dich beider so (barmherzig), wie sie mich aufzogen, als ich klein war.  <br> Sure 17, Die Nachtreise, Vers 23 + 24<br> <br> a.) Als Muhammad gefragt wurde nach seinem Verständnis für die Eltern, sagte er:  Sie sind einem <br> Paradies oder Hölle. <br> b.) Er lehrte auch:  Die Freude des Herrn kommt von ihrer Freude, und Sein Zorn kommt von ihrem Zorn. <br> c.) Als Muhammad um Rat gefragt wurde, wie man nach dem Tod der Eltern ihnen gegenüber pflichtbewusst sein könne, sagte er:  Allah ermahnen, sie zu segnen und ihnen zu verzeihen; danach <br> ihre Versprechen erfüllen; ihren Verwandten einen Gefallen tun und Zuneigung zeigen; und gütig und freundlich zu ihren Freunden sein. <br> <br> Fünftens: Die Rechte der Blutsverwandten und Angehörigen:<br> Blutsverwandte sind diejenigen, die mit uns oder mit unseren Angehörigen verwandt sind wie Brüder, <br> Schwestern, Neffen, Nichten, Onkel, Tanten und Cousins (väterlicherseits und mütterlicherseits). <br> Blutsverwandtschaft ist wie ein Band zwischen den Menschen, das die einzelnen Perlen zu einer Kette <br> verbindet, indem sie einen Namen, eine Abstammung und ein Erbe haben. Solch eine Halskette ist <br> diejenige Familie, die der Nation zum Aufstieg verhilft, welche die zweite, ausgedehntere Familie ist. <br> Wenn die Familienmitglieder einen guten Zusammenhalt untereinander haben, - Gleichgesinnte mit <br> gegenseitigen Sympathien und ähnlichen Bedürfnissen -, dann ist das Ergebnis davon die Einheit der <br> Nation, ihre Festigung und ihr Zusammenhalt. Die Interessen der Einzelnen sind die der ganzen <br> Gemeinschaft und umgekehrt. Wenn ein wohltätiges Handeln zwischen den Menschen generell erwünscht ist (wegen des allgemeinen Rechtes der Menschen und besonders unter Gläubigen durch den Vorteil der religiösen Brüderlichkeit), dann ist die Nächstenliebe, die unter Blutsverwandten und <br> Angehörigen praktiziert wird, die notwendigste und empfehlenswerteste, denn diese wurde besonders betont in heiligen Geboten und in der Überlieferung des Propheten. Allah sagt:<br> <br>  ... und die (so) miteinander Verwandten sind einer des anderen Nächster. (Dies ist) in Allahs Buch. <br> Sure 8, Die Beute, Vers 75<br> <br> Muhammad sagte das Folgende:<br> a.)  Bei Allah, Der mich gesandt hat, Er erlaubt nicht, dass jemand einem Außenstehenden Almosen gibt, wenn er Verwandte hat, die seiner Almosen bedürfen. Bei Allah, Er wird unzufrieden mit ihnen sein am Tag des Gerichts. <br> b.)  Jemandes Blutsverwandtschaft oder Sippe ist mit Allahs Thron verbunden, wenn sie sagt:  Allah, <br> segne denjenigen, der die Rechte der Blutsverwandten beachtet, und Er verletze denjenigen, der die <br> Bande der Blutsverwandtschaft verletzt.  <br> c.)  Derjenige, der wohlhabend sein und ein langes Leben haben möchte, sollte sich um seine Verwandten kümmern. <br> d.)  Pflichtbewusstsein und die Beachtung der Regeln der Blutsverwandtschaft werden schnell durch <br> Güte belohnt, während Ungerechtigkeit und der Bruch mit jemandes Verwandtschaft schnell durch <br> Böses bestraft werden. <br> e.)  Einer, der die Bande der Blutsverwandtschaft verletzt, kommt niemals ins Paradies. <br> <br> Regeln für das gerechte Verhalten bei einer familieninternen StörungWie wir sehen, ist die Familie eine Institution, die von Zeit zu Zeit unter den Streitigkeiten zwischen den Ehegatten leiden kann. Es mag sein, dass eine oder beide Seiten zu tadeln sind. Solche Uneinigkeiten zwischen den Eheleuten können zur Trennung oder Scheidung führen. Wenn damit zu rechnen ist, dass der Konflikt zu einem solchen Ende führt, sollte ein Richter zu Rate gezogen werden. Dieses Schiedsgericht darf zwei Vermittler (Schlichter) berufen, um zu versuchen, die Eheleute miteinander zu versöhnen. Aber in solch einer Situation sollten die folgenden Schritte unternommen worden sein, bevor man ein Schiedsgericht konsultiert:<br> <br> 1. Ermahnung: Der Ehemann ermahnt seine Frau, im Interesse der Familie ihr abwegiges Verhalten zu <br> beenden. Wenn sich dies als ergebnislos erweist, kann er den nächsten Schritt tun.<br> 2. Meiden : Das bedeutet Abstinenz von sexuellem Kontakt, obwohl beide Partner in einem Bett schlafen. <br> In diesem Fall sollte der Ehemann mit dem Rücken zu seiner Frau schlafen. Aber er sollte alle anderen <br> normalen Beziehungen außerhalb des Ehebettes aufrechterhalten. Wenn diese zweite Maßnahme nicht <br> hilft, kann er den dritten Schritt anwenden, welcher das Schlagen ist.<br> 3. Schlagen: Das entspricht dem, was heutzutage durch  Protest mit scharfen Worten zu beschreiben <br> wäre. Was für eine Sorte von Schlagen ist das also? Der Prophet Muhammad sagt:  Verflucht soll der <br> sein, der ins Gesicht schlägt. Er sagt auch:  Schlage sie nicht ins Gesicht; verwende keine Schimpfworte und verlasse sie nicht, ausgenommen im Bett. Mit welchem Instrument wird geschlagen? Ibn Abbass sagt:  Wenn ein Mann seine Frau zurechtweisen will, kann er sie mit einem kleinen Stöckchen schlagen, wie sie zum Reinigen der Zähne verwendet werden. Das entspricht einer Zahnbürste. Das Schlagen sollte nicht schmerzhaft oder gewalttätig sein. Diese Prozedur sollte nur der strengeren Ermahnung der Frau vorbehalten sein, ihr Verhalten zum Guten zu ändern, so dass Stabilität und Harmonie wieder in das Familienleben zurückkehren können.<br> <br>  Diejenigen aber, deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet, warnt sie, meidet sie in den Schlafgemächern <br> und schlagt sie. (Anmerkung: nur auf symbolische Weise, im Interesse der Aufrechterhaltung einer stark <br> gefährdeten Ehe). Und wenn sie euch gehorchen, unternehmt nichts weiter gegen sie; siehe, Allah ist <br> erhaben und groß. <br> Sure 4, Die Frauen, Vers 34<br> <br> Wenn diese drei Schritte nicht von Nutzen sind, so schickt der Richter zwei Vermittler, um den Fall zu <br> untersuchen und um im besten Interesse der Familie eine Lösung zu erarbeiten. Allah sagt:<br> <br>  Und wenn ihr einen Bruch zwischen beiden befürchtet, dann ernennt einen Schiedsrichter von ihrer <br> Familie und einen Schiedsrichter von seiner Familie. <br> Sure 4, Die Frauen, Vers 35<br> <br> Die Vermittler müssen erwachsen und in solchen Dingen erfahren sein, außerdem wohlbekannt für ihr <br> Gerechtigkeitsempfinden und stark in ihrem Glauben. Sie müssen nicht notwendigerweise aus den <br> Familien der Ehegatten kommen; diese Anleitung ist nur eine Empfehlung. Die Vermittler sollten ihr <br> Bestes zur Aufrechterhaltung der Ehe tun. Aber sie können auch raten, die Ehe zu beenden. <br> 4. Scheidung: Dies bedeutet das Verletzen der ehelichen Verbindung und das Ende des Ehestandes. Es ist das Gegenteil von dem, wofür es manche Leute halten: Scheidung ist aus Allahs Sicht das am meisten verabscheute Mittel, welches erlaubt und legitim ist, denn ein stabiles Eheleben in einer Familie ist eine hoch in Ehren gehaltene und kostbare Institution im Islam. Die Verbindung der Ehe soll bis zum Tode dauern, damit die Ehegatten in der Lage sind, aus ihrem Heim einen angenehmen Platz zu machen, der eine gute Erziehung ihrer Kinder ermöglicht. Aus diesem Grund ist die Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau heilig (unantastbar) und muss geschützt werden. Allah nennt diese Beziehung einen festen Vertrag.<br> <br>  Und wie könntet ihr es fortnehmen, wo ihr einander bereits beigewohnt habt und sie von euch ein festes Versprechen empfingen? <br> Sure 4, Die Frauen, Vers 21<br> <br> In diesem Zusammenhang sagte Muhammad Folgendes:<br> a.)  Aus Allahs Sicht ist die Scheidung die am meisten verabscheute legitime Praxis. <br> b.)  Frauen können geschieden werden wegen Misstrauen und Verdacht. <br> c.)  Keine Frau, die ihren Mann um die Scheidung bittet, ohne dass ein Unrecht begangen worden <br> wäre, wird je ins Paradies eingehen. <br> d.) Heiratet und lasst euch nicht scheiden, denn die Scheidung erschüttert den Thron des <br> Barmherzigen. <br> <br> Wenn der Mann aber auf Scheidung besteht, so sollte er folgende islamischen Regeln beachten:<br> 1. Er sollte sich nicht von seiner Frau trennen während ihrer Menstruation.<br> 2. Er sollte es tun, wenn die Menstruation beendet ist.<br> 3. Er sollte nach der Menstruation keinen Verkehr mehr mit ihr haben; andernfalls sollte er das Ende der nächsten Menstruation abwarten.<br> 4. Er sollte nicht ärgerlich oder aufgebracht sein, wenn er ihr die Scheidung ankündigt.<br> 5. Es sollte vor zwei verlässlichen Zeugen stattfinden.<br> 6. Die Frau muss noch drei Monate nach dem Aussprechen der Scheidung im Haus des Mannes <br> bleiben. Wenn sie jedoch schwanger ist, muss diese Zeit verlängert werden, bis sie geboren hat.<br> 7. Er sollte sich trennen, indem er das Wort  Scheidung einmal ausspricht.<br> <br> Der tragische Vorgang der Scheidung muss durch eine dreistufige Prozedur vollzogen werden, was Allah im Koran erklärt:<br> <br>  Der Scheidungsspruch ist zweimal (erlaubt), dann aber müsst ihr sie in Güte behalten oder im Guten <br> entlassen. <br> Sure 2, Die Kuh, Vers 229<br> <br> Dieses  im Guten entlassen wird als die dritte Erklärung betrachtet, die die Ehe endgültig und für immer beendet. Dann, nachdem die drei Scheidungsakte stattgefunden haben, müssen noch bestimmte <br> Verpflichtungen erfüllt werden. Allah sagt:<br> <br>  Und auch den Geschiedenen seien Unterhaltsleistungen nach Billigkeit festgesetzt; dies ist eine Pflicht <br> für die Gottesfürchtigen. <br> Sure 2, Die Kuh, Vers 241<br> <br> Diese Versorgung sollte schätzungsweise die Hälfte des Brautgeldes betragen, das der Frau bei der <br> Eheschließung gegeben wurde. Dazu sei gesagt, was Abu Hanifa sagt:  Eine geschiedene Frau hat das <br> Recht auf Unterkunft, und der Mann muss auch die Kosten für ihren Unterhalt tragen, wenn sie im <br> gemeinsamen Haus die Wartezeit einhält. Diese Kosten schuldet der Mann seiner Frau vom Tag der <br> Scheidung an. Diese Verpflichtung braucht kein gegenseitiges Einverständnis und kein gerichtliches <br> Urteil und endet nicht und wird nicht verwirkt, außer durch Bezahlung oder durch Erlassen der <br> Bezahlung. <br> <br> Wenn andererseits eine Frau glaubt, dass ihr Mann seinen ehelichen Pflichten nicht nachkommt und sie <br> vernachlässigt, unterdrückt oder misshandelt, hat sie das Recht, ihn bei einem Richter zu verklagen, <br> welcher ihn ermahnen wird, damit aufzuhören. Wenn allerdings der Mann nicht nachgibt oder reagiert, <br> wird der Richter ein Urteil aussprechen, welches ihn dazu zwingt, die Unterhaltskosten zu bezahlen und <br> der Frau zu erlauben, ihm ungehorsam zu sein bis zu dem Punkt hin, der die Trennung erlaubt. Wenn all <br> diese Maßnahmen nichts nützen, wird der Richter den Mann in irgendeiner Art und Weise züchtigen, <br> die eventuell zur Versöhnung der beiden Parteien führt. Wenn sich auch dies als nutzlos erweist, ist die <br> Scheidung unvermeidlich. Allah sagt:<br> <br>  Wenn sie sich jedoch trennen, wird Allah beide aus Seinem Reichtum versorgen. <br> Sure 4, Die Frauen, Vers 130<br> <br> Diese Rechte der Ehefrau gegenüber ihrem Ehemann, wie sie festgestellt wurden von Imam Malik (93- <br> 179 n.H./8.-9. Jahrh. n.Chr.), dem großen islamischen Gelehrten und Gründer der Malik-Schule der <br> Rechtswissenschaften, sind ungefähr denen gleich, die der Ehemann gegenüber seiner Ehefrau hat, und <br> sie sind speziell im Koran erwähnt. Allerdings gibt es einen Unterschied zu dem Schlagen, wie es dem <br> Mann erlaubt ist. Während das  Schlagen der Frau durch den Mann nicht gewaltsam oder schmerzhaft sein darf und eher aus Zuneigung geschehen sollte, darf der Richter den Ehemann heftig und mit einem langen Stock schlagen.<br> <br> Die zweite Familie: Die erweiterte Familie Das ist eine viel ausgedehntere Familie, eine, deren Grenzen das Gebiet des Heimatlandes, der Nation, umfassen. Das ist daher die nationale Familie. Ihre Bausubstanz sind die Clans (Sippen) und die Gemeinden, deren Geflecht von den Fäden einer gemeinsamen Sprache und der gemeinsamen Herkunft zusammengehalten wird. Die Verbindung ist eine innere, die auf einer gemeinsamen Geschichte beruht, bereichert und gefärbt durch eine einzelne oder durch verschiedene Religionen.<br> <br> Die nationale Familie spielt eine wichtige Rolle insofern, dass sie sowohl die Primärfamilie, ihre <br> Keimzelle, unterstützen muss als auch die globale, internationale Familie stärken und festigen muss. Die <br> nationale Familie kann ihre Ziele nicht erreichen, wenn sie nicht wie ein einziges Individuum <br> funktioniert. Muhammad sagte:  Gemeinsame Anstrengungen können sich Freundlichkeit leisten, aber <br> Trennung verursacht Leiden für alle. <br> <br> Muhammad sagt auch:  Allah unterstützt das vereinte Volk - wohingegen das abseits stehende Schaf <br> leicht vom Wolf gefressen werden kann. Außerdem sagte er:  Seid nicht unterschiedlicher Meinung <br> oder uneins so wie die Völker vor euch untereinander uneins waren und deshalb verschwunden sind. <br> <br> Eine andere Überlieferung von Muhammad lautet:  Zwei sind besser als einer; drei sind stärker als <br> zwei; deshalb tut euch zusammen, denn Allah gibt nur einem vereinten Volk eine gute Führung. <br> <br> Diese Familie spielt eine Rolle<br> 1.) bei der Verteidigung des Heimatlandes und dem Schutz seiner Heiligtümer<br> 2.) bei der Zusammenarbeit mit den Männern des Handels, der Wissenschaft, der Industrie und der <br> Verteidigung usw., was zu Fortschritt und Wohlstand führt<br> 3.) beim Schutz der natürlichen Ressourcen und dadurch bei der Wahrung der Interessen der Nation<br> 4.) bei Erhalt von Kultur und Erbe der Nation und ihrer Bürger durch das Ehren und Anerkennen aller <br> religiösen, spirituellen, kulturellen und ethischen Aspekte und Werte<br> <br> Die nationale Familie hat eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie benachteiligt keines ihrer Mitglieder. Es <br> wird Gleichheit gewährleistet für alle Bürger, ungeachtet ihres Glaubens, ihrer Hautfarbe oder <br> nationalen Zugehörigkeit. So hindert die Familie ihre Mitglieder daran, Ungerechtigkeiten zu begehen <br> oder einander zu schaden. Der Sittenkodex gründet auf Gerechtigkeit, welche selbst die Substanz des <br> Wohlergehens ist, das sie schafft. Ein Muslim dieser Familie liebt seinen Landsmann und hilft ihm und <br> unterstützt die anderen. Er zieht es vor, geduldig zu leiden, und wenn er vergibt, dann nicht aus Schwäche oder Feigheit, sondern auf der Basis von Kraft und Mut. Allah sagt:<br> <br>  ...und die das Böse mit Gutem abwehren... <br> Sure 13, Der Donner, Vers 22<br> <br> Außerdem sagt Allahs Gesandter:  Es zeugt von höchstem moralischem Niveau, Kontakt aufzunehmen zu denjenigen, die den Kontakt zu euch abgebrochen haben, diejenigen zu beschenken, die euch nichts <br> geben wollen und denen zu vergeben, die euch Unrecht tun. Der Islam verbietet den Muslimen, sich aggressiv oder feindselig zu verhalten, es sei denn, es werden Menschenrechte verletzt und private oder öffentliche Interessen verletzt oder angegriffen. Unter solchen Umständen drängt der Islam auf ein <br> Eingreifen, aber mit Mäßigung und Diskretion. Muhammad sagt:  Tut denjenigen einen Gefallen, die es <br> verdienen und denjenigen, die es nicht verdienen; wenn es denen zufällt, die es verdienen, ist es gut, <br> aber wenn es sie verfehlt, dann seid ihr selbst es wert. <br> <br> Im allgemeinen mahnt der Koran die Muslime:<br> <br>  Helft einander zur Rechtschaffenheit und Gottesfurcht und nicht zur Sünde und Feindschaft. <br> Sure 5, Der Tisch, Vers 2<br> <br> Das ist die heilige Anweisung, die das Verhalten und das Leben in der nationalen Familie regiert und <br> reguliert. Seele und Geist der Muslime sind gestärkt durch moralische Tugenden und praktische <br> Grundsätze. Diese können durch die folgende Überlieferung Muhammads zusammengefasst werden:<br> 1.  Keiner wird als wahrer Gläubiger betrachtet, wenn er nicht seinem Bruder das wünscht, was er sich <br> selber wünscht. <br> 2.  Ihr werdet nicht ins Paradies gelangen, bevor ihr glaubt, und ihr werdet keine wahren Gläubigen <br> sein, bevor ihr einander nicht liebt. <br> 3.  Im Islam sind Beleidigung und Verletzung verboten. <br> <br> Die dritte und größte Familie Dies ist die Familie der Menschheit, die sich über die Grenzen der Länder ausdehnt und alle Menschen umfasst. Sie kennt weder Hautfarbe noch Bekenntnis, und sie erstreckt sich auch über die Grenzen der Zeit. Es ist die Bruderschaft der Menschheit, die mit Adam begann und die sich fortsetzen wird bis zum Ende der Zeit.<br> <br> Der Islam schenkt allen menschlichen Wesen angemessene Achtung und behandelt sie mit Ehre und <br> Respekt. Allah sagt:<br> <br>  Und wahrlich, Wir zeichneten die Kinder Abrahams aus... <br> Sure 17, Die Nachtreise, Vers 70<br> <br> Er sagt auch:<br> <br>  O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern <br> und Stämmen, damit ihr einander kennenlernt. Doch der vor Allah am meisten Geehrte unter euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. <br> Sure 49, Die Gemächer, Vers 13<br> <br> Die Gottesfurcht bedeutet in dieser Hinsicht und im religiösen Konzept:  Dringe nicht in das ein, was <br> Gott dir verboten hat, aber sei so, wie dir Gott befiehlt zu sein. Gemeint sind damit auch alle Arten des <br> Wohlverhaltens, der Wohltätigkeit und der Liberalität. Muhammad sagt:  Alle Geschöpfe sind von <br> Allah abhängig, und Er liebt denjenigen am meisten, der ihnen am meisten nützt. <br> <br> Der Islam befiehlt den Muslimen, einander zu lieben und miteinander zusammenzuarbeiten. <br> Muhammad warnt davor, den Nicht-Muslimen Schaden zuzufügen. Er sagt:  Wer einen Nicht-Muslimen beleidigt, der beleidigt mich , denn wenn sie wahre Zuneigung zeigen, werden sie diese auch von den Muslimen erfahren. Allah sagt:<br> <br>  Und wenn ihr mit einem Gruß gegrüßt werdet, grüßt mit einem schöneren zurück oder erwidert ihn. <br> Sure 4, Die Frauen, Vers 86<br> <br> Muhammad porträtiert den Charakter eines Muslimen in der Weltfamilie, indem er sagt:  Ein wahrer <br> Gläubiger ist angenehm und ausgeglichen; es gibt nichts Gutes an einer Person, die nicht freundlich und <br> umgänglich ist. <br> <br> Dann fährt Muhammad fort, die in der Weltfamilie extra betonte Rolle des Muslimen zu beschreiben, <br> indem er sagt:  Der beste Mensch ist derjenige, der am wohltätigsten gegenüber anderen Menschen ist. <br> Und er sagt auch:  Das Weiseste und Vernünftigste nach dem wahren Glauben an Allah ist es, anderer <br> Menschen Liebe zu gewinnen. <br> <br> Der Islam ist ein Glaube, der Verstand, wahren Glauben und Liebe für alle Menschen miteinander verbindet. Der Islam verlangt (oder empfiehlt wenigstens) die Schaffung einer einzigen menschlichen Gesellschaft, in der nicht unterschieden wird nach arm und reich, schwarz und weiß, Araber und Nicht-Araber, - höchstens nach guten Taten oder Werken, die Gehorsam gegenüber Allah beweisen. <br> Deshalb wird alles Folgende als gute Tat angesehen: die Verehrung Allahs; das Bekämpfen von Ignoranz, Leiden und Armut; die Betreuung von Kindern; die Kontrolle der Aktivitäten eines ungerechten Unterdrückers; die Unterstützung von Mitmenschen beim Wiedererlangen ihres Rechtes.<br> <br> Der Islam ist die Religion der Gerechtigkeit und der Gleichheit für alle. Muhammad sagt:  Die Leute sind so gleich wie die Zinken an einem Kamm. Der Islam legt großen Wert auf die Freiheit und die Würde des Menschen. Als Omar Ibn-Al-Khattab den Eroberer Ägyptens, Amr Ibn Al-As, tadelte, weil dessen Sohn einen koptischen Ägypter misshandelt hatte, sagte er:  Warum behandelst du frei geborene Menschen wie Sklaven? <br> <br> Der Islam verbietet die Bekehrung durch Nötigung oder Zwang. Allah sagt:<br> <br>  Kein Zwang im Glauben! <br> Sure 2, Die Kuh, Vers 256<br> <br> Der Islam fordert all dies, damit die Menschen frei und glücklich auf Gottes Erde leben können, weit entfernt von Zorn, Neid, Eitelkeit oder Sünde. Es sollte das Anliegen des Menschen sein, seinen Mitmenschen zu helfen und ihnen genug Nahrung und Wohlstand zu verschaffen. Muhammad sagt: <br>  Wer aus dem Vollen schöpft, während sein Nachbar hungrig ist, der glaubt nicht eine Stunde des Tages an mich. <br> <br> Die muslimischen Araber in Medina gaben normalerweise Almosen an muslimische und <br> nicht-muslimische Arme. Wenn die Zahl der muslimischen Armen zunahm, dann beschränkten sie ihre Almosen auf die armen Muslime.<br> <br> In der längsten Koransure sagt Allah:<br> <br>  Nicht dir obliegt ihre Leitung, sondern Allah leitet, wen Er will. Und was ihr an Gutem spendet, das ist für euch selbst. Und spendet nicht, es sei denn aus Verlangen nach Allahs Angesicht. Und was ihr an Gutem spendet, soll euch erstattet werden. Und euch soll kein Unrecht geschehen. <br> Sure 2, Die Kuh, Vers 272<br> <br> Der Islam hat verfügt, dass die menschliche Familie einer Mutter gleichen soll, die ihre Kinder <br> gleichermaßen liebt: Sie gibt allen, ohne Unterschiede zwischen ihnen zu machen. Wir sehnen uns hier auf der Erde für jedermann nach einem Leben, in dem Recht, Gerechtigkeit und Gleichheit die Oberhand haben, die Kanonen für immer schweigen und die Hände der Menschen zum Wohle ihrer Mitmenschen arbeiten. Allerdings müssen wir uns bewusst werden, dass es in dieser internationalen Familie viele unterdrückte und geknechtete Nationen gibt, deren Heiligtümer entweiht wurden und deren Ressourcen und Besitztümer geplündert wurden. Diese Nationen brauchen dringend eine internationale Familie, die berät, unterstützt, ihnen ihre Gebiete wiedergibt und ihnen hilft, ihre Rechte wiederzuerlangen, so dass sich Ungerechtigkeit und Falschheit nicht durchsetzen. Aber die Schaffung einer solchen liebenden, internationalen Familie verlangt zuallererst, dass sich diese selbst erzieht durch die Lehren der göttlichen Führung. So wird nicht nur Frieden erreicht, sondern Liebe, Brüderlichkeit, Zusammenarbeit und Glück für alle.<br> <br> So lassen Sie uns schließlich hoffen, dass die Menscheit die Verantwortung zur Verwirklichung einer solchen Familie übernimmt. Wird der Mensch diese Herausforderung von höchster Wichtigkeit annehmen?<br> <br> Friede sei mit euch!</font></p> </BODY> </HTML>