ÿþ<HTML> <HEAD> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=unicode"> <meta http-equiv="Content-Language" content="de"> <link rel="stylesheet" type="text/css" href="../../css/table.css"> <META name="GENERATOR" content="Microsoft FrontPage 6.0"> <META name="ProgId" content="FrontPage.Editor.Document"> <META NAME="description" CONTENT="Offizielle Webseite vom Sheikh Ahmad Kuftaro"> <META NAME="keywords" CONTENT="Gott, Allah, Mohammad, Mohamed, Islam, Frieden, Menschenrechte, Propheten, Umwelt, Religiöse Toleranz, Jihad, heiliger Krieg, Terrorismus, Geistlichkeit, Christmus, Sophismus, zdikr, quran, qur'an, koran, muslim, moslem, jesu, Wahrheit, Dialog, Groß Mufti vom Syrien, Syrien, Chrisit, Sheikh kuftaro, kaftaro, keftaro, kiftaro, Gewalt, Abraham, messiah, Religiöse Extremismus, Islamisches Zentrum, Sunnah, Religion, abunour, aboulnoor, abo noor, abonoor,Christenheit, Frieden, Menschenrechte, Brüder, Wahrheit, Prophet, Frauenrechte, Umwelt, Religiöse Toleranz, Gewalt, Frieden, Terrorismus, Gedankenfreiheit, Propheten Brüderlichkeit, Wissen, Tierenrechte, Geistlichkeit"> <TITLE>Spiritualität im einundzwanzigsten Jahrhundert</TITLE> <SCRIPT language="JavaScript1.2" src="../left_menu.js"></SCRIPT><style> <!-- h1 {margin-right:0cm; margin-left:0cm; font-size:24.0pt; font-family:"Times New Roman"; font-weight:bold} --> </style> <meta name="Microsoft Border" content="none"> </head> <body topmargin="0" leftmargin="5" rightmargin="5"> <FONT size="+1"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%" id="AutoNumber2"> <tr> <td width="100%" id="HeaderTable"> Spiritualität im einundzwanzigsten Jahrhundert</td> </tr> <tr> <td width="100%" id="blue"> <span lang="de">San Francisco, USA<br> August 1990</span> </td> </tr> </table> </FONT> <p style="line-height: 150%"><font size="2">Im Namen Gottes, des Gütigen, des Erbarmenden, des Herrn aller Himmel, der Erde, der Menschen und Geschöpfe -<br> <br> Ich danke der Versammlung der Weltreligionen für die Gelegenheit, diese Rede über die Spiritualität des 21. Jahrhunderts halten zu dürfen.<br> <br> Sooft der Mensch sein Universum genau untersucht, wird er unvermeidlich zu dem Schluss kommen, dass es einen allmächtigen Schöpfer gibt. Das Universum ist ein einheitliches, wohl organisiertes System, das die Existenz eines Organisators, eines herrschenden vollkommenen Verstandes, beweist. Heute, wo wir in der Lage sind, den äußeren Weltraum zu erforschen, sehen wir umso klarer die Größe von Gottes Schöpfung und die Position, die der Mensch darin einnimmt. Der menschliche Intellekt erfasst mehr als nur physische Beobachtungen; er ist genausogut fähig, die spirituellen Aspekte des Universums wahrzunehmen.<br> <br> Göttliches Mitgefühl wird offenbart und zur Menschheit gebracht durch bestimmte Individuen, denen Allah eine spirituelle Kapazität verliehen hat, die sie befähigt, die zugrunde liegenden Geheimnisse des Universums und dessen Mysterien durch ihre Seelen aufzunehmen und an andere weiterzugeben. Wir nennen diese Menschen Propheten oder Apostel.<br> <br> Abraham suchte ernsthaft den Schöpfer, indem er die Verehrung von Sonne, Mond und den <br> Götzenbildern seines Volkes ablehnte. So bestätigte er für sich selbst, dass Gott der Schöpfer der Himmel und der Erde ist. Nun ist es für den Menschen des 21. Jahrhunderts an der Zeit, sich angestrengt zu bemühen, die Beziehung zwischen sich und seinem Schöpfer zu entdecken. Dies ist besonders wichtig, weil der Mensch an den Grenzen der modernen Wissenschaft forscht und neue Entdeckungen macht, um die Größe unseres Schöpfers zu erfahren und um sein spirituelles Verlangen nach Wahrheit und Wirklichkeit zu befriedigen. Allerdings hat der heutige Mensch sich selbst dieses noblen Zieles beraubt und verfolgt nur noch materiellen Gewinn, was dazu führt, dass er in einer Wüste aus sinnlichen Wünschen lebt, ohne jeden Schatten, ohne eine Oase oder einen Bach.<br> <br> Der Mensch kann nur Erlösung erlangen, wenn er dem Beispiel der Propheten folgt. Göttliche Vorsehung schützte Abraham vor Nimrod und erlaubte Moses, das Rote Meer zu durchqueren. Durch die Vollmacht Gottes erweckte Jesus die Toten zum Leben, und durch die Vollmacht Gottes besiegte Muhammad die heidnischen Armeen mit einer Handvoll Sand. Diese Propheten und Apostel stellen das menschliche Ideal dar, weil sie in der Lage waren, die Sehnsüchte ihrer Seelen zu stillen und weil sie ganz in Anspruch genommen waren von der Liebe zu Gott. Ihre Leben folgten dem geraden Weg, in den Fußstapfen ihrer Vorgänger und deren Offenbarungen bestätigend.<br> <br> Dem Menschen sind in seiner ganzen Geschichte Krisen und Unglück widerfahren. Diese Ereignisse führen beinahe unvermeidlich zu einem moralischen Verfall, der die Stabilität der Gesellschaft schwächt. Dies war niemals wahrer als im 20. Jahrhundert, in dem menschliche Sicherheit und Glück einen Tiefstand erreicht haben. Dieser Trend wird sich ins 21. Jahrhundert hinein fortsetzen, wenn der Mensch nicht unverzüglich zur wahren Spiritualität zurückkehrt.<br> <br> Religionen, von denen man annahm, dass sie eine überfließende Quelle der Spiritualität seien, haben jetzt dank des Missbrauchs durch einige Geistliche und durch deren wirkungslose Praxis völlig versagt.<br> &nbsp;Sie waren nicht fähig, dem Menschen seine angestrebten Ziele oder seinen Frieden zu gewährleisten. <br> Auf der anderen Seite hat sich unser materialistischer Fortschritt, auf den der Mensch so viel Hoffnung setzte, als enttäuschend erwiesen. Die menschliche Gesellschaft leidet heutzutage an den Seuchen und Infektionen animalischer Begierden, an Brutalität und an Atheismus, welche dem Menschen seine Ruhe und seinen Seelenfrieden rauben. Folglich ist ausgerechnet des Menschen Leben durch die Gewalten seiner eigenen gedankenlosen Werke bedroht, und durch das, was daraus resultierte wie Umweltverschmutzung, Wüstenbildung, Hungersnöte und die Bedrohung durch den nuklearen Holocaust.<br> <br> Ich glaube, dass die Menschen auf der Erde nur unter den Gesetzen Gottes leben können, welcher Vorsorge trifft sowohl für unser spirituelles als auch für unser ethisches Leben. Durch das Befolgen dieser Gesetze kann der Mensch das Glück und die Fülle dieser Welt erlangen. Jedenfalls hat der Mensch sich nicht um die Pflege seines spirituellen Lebens gekümmert. Er hat den sexuellen Wünschen, der Gier und dem Egoismus freie Hand gelassen, welche dem wahren Glauben entgegenstehen und die zu dem Elend geführt haben, das am Gefüge der menschlichen Gesellschaft frisst.<br> <br> Die Lösung der Probleme des Menschen liegt in seiner Rückbesinnung auf eine rationale Spiritualität, welche der wesentliche Inhalt aller göttlichen Missionen ist. Außerdem ergänzt sie die innere Natur und Struktur des Menschen in einer symbiotischen Beziehung, die dem Menschen das Glück für Körper und Seele garantiert, das er so sehr ersehnt und das ihm zweierlei Paradies, auf der Erde und im Himmel, verschafft. Allah sagt:<br> <br>  Für den aber, der seines Herrn Gegenwart gefürchtet hatte, gibt es zwei Gärten (Paradiese). <br> Sure 55, Der Erbarmer, Vers 46<br> <br> Die Kombination aus dem Materiellen und dem Geist bildet das Fundament, auf dem das Gebäude der offenbarten Religionen steht. Diese Kombination ist ein Gleichgewicht, welches, wenn es gestört wird, dieses Fundament zerstört und den Menschen der Verbindung zu seinem Schöpfer beraubt.<br> <br> Vielleicht erklärt sich die Abneigung der meisten Leute gegen die Spiritualität aus den kulturell <br> bedingten Anlagerungen und Hinzufügungen, die sich während der Jahrtausende in die Religion eingeschlichen haben und durch die Kämpfe, die um diese Innovationen ausgefochten wurden. Dies hat die einst so schöne Vision des Diesseits und des Jenseits verunstaltet und der Religion ihre eigentlichen Ziele und Absichten genommen. Meiner Meinung nach liegt die Verantwortung dafür bei uns allen, die wir Vertreter und Förderer der Religion sind, weil wir versäumt haben, zu erkennen oder zuzugeben, dass das Wesen und die Wahrheit göttlicher Weisung oder Offenbarung eins sind und dass sie durch <br> aufeinanderfolgende Botschafter gebracht wurden, die einander ergänzten, - und der letzte konnte den ersten nicht widerlegen. Es gibt weder Feindschaft noch Bosheit in Wesen und Realität der Religionen. <br> Sie widersprechen nicht der Vernunft und sie sind unentbehrlich für den Frieden und das Wohlergehen des Menschen.<br> <br> Die gegenwärtigen Ursachen für die Disharmonie in den Religionen sind fehlendes Verständnis und Engstirnigkeit, aber auch mangelnde Bildung und ein Defizit an Wissen. Dies ist der Fall, obwohl der Ursprung aller offenbarten Religionen einer ist und ihre Botschafter einander im Wesentlichen ergänzen. Muhammad, der Prophet des Islam, erläutert diesen Punkt durch die folgende Überlieferung:  Der Vergleich zwischen mir und den früheren Propheten kann veranschaulicht werden durch einen Mann, der auf wunderschöne Art ein Haus gebaut und den Platz für einen Stein ausgespart hatte. Die Leute kamen, und sie gingen voller Bewunderung rund um das Haus und fragten, warum dieser Stein nicht gesetzt worden sei. - Ich war dieser Stein, und ich bin der Letzte der Propheten. <br> <br> Der Koran veranschaulicht die Einigkeit und Konvergenz zwischen den offenbarten Religionen, die einander bestätigen. Allah wendet sich an alle wirklich Gläubigen und sagt:<br> <br>  Er hat euch als Religion anbefohlen, was Er Noah vorschrieb und was Wir dir offenbarten und Abraham und Moses und Jesus auftrugen: am Glauben festzuhalten und ihn nicht zu spalten. Schwer ist für die Götzendiener das, wozu du sie aufrufst. Allah erwählt dafür, wen Er will, und leitet dahin, wer sich reumütig bekehrt. <br> Sure 42, Die Beratung, Vers 13<br> <br> Allah sandte zu bestimmten Zeiten einen Propheten, um die Probleme seiner Leute zu lösen und um ihnen Glück, Gelassenheit und brüderliche Liebe zu bringen. Diese Apostel wirkten wie Bildungseinrichtungen, denn sie waren Lehrer und Erzieher ihrer Leute. Weiterhin sagt der Koran:<br> <br>  Es gibt ja kein Volk, unter dem kein Warner gelebt hätte. <br> Sure 35, Der Schöpfer, Vers 24<br> <br> Muhammad erklärte die Rolle solcher Apostel im Zusammenhang mit den offenbarten Religionen, indem er sagte:  Wir Propheten sind die Söhne eines einzigen Vaters, unsere Religion oder Glaube ist einer, aber unser Gesetzeskanon und die Vorgehensweise sind verschieden. <br> <br> Der Koran zitiert die Beispiele vieler solcher Propheten. Er erzählt die Geschichte von Abraham, der die Götzenverehrung der Menschen und ihre Unterwerfung unter die Tyrannei anprangert. Er widmet eine ganze Sure der Geschichte von Josef, der seine Leute durch seine kluge Planung und seine ökonomischen Maßnahmen vor Hungersnot und Tod gerettet hat, nachdem er als Schatzmeister in Ägypten eingesetzt war. Er war ein hervorragendes Beispiel für den idealen göttlichen Gesandten, freundlich und nachsichtig in seinem Wesen und Charakter.<br> <br> Der Koran erzählt auch die Geschichte von Moses als einem Mann von großer Spiritualität, der den Israeliten die Freiheit verschafft hat. Er rief seine Leute zum Monotheismus auf und befahl ihnen, um ihres menschlichen Wohlergehens willen dem himmlischen Gesetz zu gehorchen. Der Sieg Christi über den reinen Materialismus ist auch im Koran erwähnt. Er bewies, dass sich die Seele von all ihren Problemen erholen konnte trotz der chronischen Krankheiten, die sie infolge dieses Materialismus befallen.<br> <br> Als in den zerfallenden persischen und byzantinischen Reichen Ignoranz die Oberhand gewann und die Leute in diesen Regionen unterdrückt wurden, schickte Allah Muhammad, um die Leute von diesem Imperialismus zu befreien. Muhammad lud die Menschen zu einem ethisch höherwertigen Leben durch Fasten und Gebet ein. Er setzte sich ein für die Verbreitung von Wissen und für die Läuterung der Seele, und er suchte und begründete auf diese Weise das utopische Ideal. In weniger als einem halben Jahrhundert hatte er die Hälfte der Bewohner der bekannten Welt seiner Zeit befreit. Sein Kampf ergab, dass ein großer Teil der Menschheit zu einer einzigen Bruderschaft zusammengeschmiedet war, die den <br> Kern eines internationalen Staates bildete und Menschen der kommenden Generationen die Möglichkeit bot, die Welt mit Weisheit, Philosophie, Bildung und Spiritualität zu erfüllen.<br> <br> Muhammads Ansatz, mit der göttlichen Mission umzugehen, die ihm aufgetragen wurde, war eine der Ergänzungen in Übereinstimmung mit den bereits gegründeten Denkmodellen, die ihm durch die Arbeit der früheren Propheten vorausgegangen waren. Der Koran fasst die Mission Muhammads in dem folgenden Vers zusammen:<br> <br>  Sprecht:  Wir glauben an Allah und an das, was Er zu uns herabsandte, und was Er zu Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und den Stämmen herabsandte, und was Moses und Jesus und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen; und wahrlich, wir sind Muslime.  <br> Sure 2, Die Kuh, Vers 136<br> <br> Allah besiegelt im Koran die Rolle Muhammads durch folgenden Vers, - und solchermaßen bildet Muhammad das Siegel aller vom Himmel gesandten Botschafter:<br> <br>  Und Wir entsandten dich fürwahr als eine Barmherzigkeit für alle Welt. <br> Sure 21, Die Propheten, Vers 107<br> <br> In seiner Funktion als letzter vom Himmel gesandter Botschafter beschreibt Muhammad den Höhepunkt seiner Rolle in diesem diesseitigen Leben, indem er sagte:  Als Beispiel für diejenigen, die an einen Gott glauben, soll ein Körper dienen. Wenn ein Organ dieses Körpers an einer Krankheit leidet, wird der Rest des Körpers antworten, indem er mitleidet durch Schlaflosigkeit und Fieber. Deshalb rief er zu einem internationalen brüderlichen Staat auf, der der Menschheit das Paradies in dieser Welt sichert, bevor sie das ewige himmlische Paradies erreicht hat. Ich bitte alle meine Kollegen von den offenbarten Religionen, sich angestrengt um diese brüderliche Gemeinschaft zu bemühen, so dass wir das Paradies <br> im diesseitigen Leben verwirklichen können. Die Menschheit leidet in diesem Jahrhundert unter den durch ihre eigene Hand verursachten Grausamkeiten wie extreme Armut und Unwissenheit. Der Mensch fördert seine traurige Situation weiterhin, indem er seine Mitmenschen den Lastern der Pornographie und des Drogenmissbrauchs aussetzt und dadurch das Gefüge dieser Gesellschaft zerstört. Diese selbst zugefügten Leiden engen den Horizont der Menschen ein, die andernfalls, wenn sie die Gelegenheit hätten, ethischere Ziele wie Hoffnung und Optimismus anstreben würden anstatt dieser, die so viel Verzweiflung und Schmerzen mit sich bringen.<br> <br> Deshalb rufe ich zur Gründung von Institutionen und Universitäten auf, deren Absolventen sich auszeichnen durch die Fähigkeit, sich um die Leiden des Menschen im 21. Jahrhundert zu kümmern, die den Menschen zu einem tugendhafteren Leben aufrufen und die selbst Beispiele an Frömmigkeit und gutem Benehmen sind. Es sind diese weiblichen und männlichen Graduierten, die die Interessen und das Wohlergehen der menschlichen Gemeinschaft schützen.<br> <br> Lassen Sie uns miteinander einig sein und gemeinsam handeln, und lassen Sie uns alle <br> wissenschaftlichen und intellektuellen Mittel einsetzen, die zu unserer Verfügung stehen. Lassen Sie uns von den modernen Kommunikationsmitteln profitieren und durch die öffentlichen Medien die Massen erziehen. Lassen Sie uns freie Dialoge führen, um den himmlischen Glauben und die Spiritualität der Propheten wieder herzustellen. Allah sagt im Koran:<br> <br>  Diejenigen, die Gutes tun, erhalten Gutes im Diesseits. Aber die Wohnung des Jenseits ist besser. Und wahrlich, herrlich ist die Wohnung der Gottesfürchtigen. <br> Sure 16, Die Biene, Vers 30<br> <br> Lassen Sie uns beginnen, diesen Samen zu säen und den Sämling zu nähren, damit er wächst und damit künftige Generationen Lohn und Wohltat unserer harten Arbeit und unserer angestrengten Bemühungen ernten können.<br> <br> Friede sei mit euch allen!</font></p> </BODY> </HTML>